Die "Klimakatastrophe"

George Orwells Zukunftsroman 1984 lässt grüßen:   So heißt es im Teil 1 des Buches

  • „Und wenn alle anderen die von der Partei verbreitete Lüge glaubten – wenn alle Aufzeichnungen gleich lauteten –, dann ging die Lüge in die Geschichte ein und wurde Wahrheit.”
  • „Wer die Macht über die Geschichte hat, hat auch Macht über Gegenwart und Zukunft.“

Im fiktiven Staat von 1984 ist es eine Hauptaufgabe der Historiker, geschichtliche Fakten so zu verändern, dass sie niemals der aktuellen Ideologie des Staates widersprechen. Orwells “Wahrheitsministerium” - kurz “MiniWahr” in der Kunstsprache “Neusprech” - vertrat die Überzeugung: “Wer die Vergangenheit beherrscht, beherrscht die Zukunft; wer die Gegenwart beherrscht, beherrscht die Vergangenheit.”

Was hat das mit dem Katastrophenszenario “Klima” zu tun?

  • Alle Fakten stehen doch unumstößlich fest und die erdgeschichtlichen Klimadaten sprechen für sich, sagt man uns.
  • Wissenschaft und Politik in vollkommener Harmonie retten die Welt vor der fast unvermeidlichen Apokalypse, sagt man uns.
  • All die harten und teuren Maßnahmen, die unbedingt sofort und ohne Zeitverzug eingeleitet werden müssen, sind alternativlos, sagt man uns.

Gewisse Parallelen zu Orwell’s Roman sind unverkennbar. So sieht man noch im 1.Bericht des Weltklimarates von 1990 eine Temperaturkurve, die den neuzeitlichen Anstieg rechts keineswegs als Ausnahmeereignis erscheinen lässt.
(Quelle: Fritz Vahrenholt, Die kalte Sonne und “The IPCC Scientific Assessment (1990)” Kap.7 p.202)

IPCC 1990

Im Bericht von 2001 dagegen fehlt plötzlich die Mittelalterliche Wärmephase, in der Grönland besiedelt wurde und die Alpen nahezu eisfrei waren.
(Quelle: Fritz Vahrenholt, Die kalte Sonne und “IPCC Third Assessment Report - Climate Change 2001”, The Scientific Basis, Chap 2)

IPCC 2001

Wie geht das wohl zu? Jeder, der mit statischen Verfahren und üblichen Methoden zur Datenbereinigung vertraut ist, weiß, wie so etwas gehen kann. Genauso seltsam ist, dass der IPCC zwar die Wirksamkeit der Sonne und anderer Klimazyklen für weit zurückliegende historische Temperaturverläufe anerkennt, die Erwärmungsphase von 1977 - 2000 aber fast ausschließlich dem menschengemachten CO2 zuschreibt.

Niemand von uns, bis auf ganz wenige Ausnahmen,  kann die vorgebrachten Fakten und Schlussfolgerungen - gleichgültig welcher Seite - überprüfen, kann die Zusammenhänge auch nur ansatzweise in ihrer Tragweite begreifen. Wir müssen es glauben, unsere Politiker müssen daran glauben. Es ist nicht verwunderlich, dass “Klimaschutz” bei einer Mehrheit der Bevölkerung und in der Politik weltweit ein religiöses Bekenntnis ist. Der damalige UN-Generalsekretär Kofi Anan setzte dem Mitte des letzten Jahrzehnts die (Dornen-)Krone auf, als er jede abweichende Meinung zu Ketzerei erklärte mit den Worten "Die wenigen Skeptiker, die immer noch versuchen, Zweifel zu säen, sollten als das gesehen werden, was sie sind: aus dem Tritt, ohne Argumente und von gestern.". Kein Politiker oder Wissenschaftler, der noch eine Karriere machen möchte, kommt bis heute an diesem Verdikt vorbei.

Klima ist Wetter in langen Zeiträumen und in globalen Dimensionen betrachtet. Die Basisdaten sind ähnlich: Temperatur, Luftdruck, Feuchte, Wind, Wolken, Sonne. Klimavorhersage ist einerseits einfacher als Wettervorhersage, da man langfristige Mittelwerte betrachtet. Andererseits ist sie komplexer, weil sie darüber hinaus weitere Daten und Zyklen berücksichtigen muss, deren Wirkung weitgehend unverstanden ist. Klima- wie Wettervorhersagen nutzen höchst komplexe Modelle, deren Simulation gigantische Rechenleistungen verschlingen können.

Die Klimatologen des Weltklimarates (IPCC) machen uns und unsere Politiker weltweit glauben, dass sie die wichtigsten Zusammenhänge  verstehen und die Entwicklung des Klimas auf Jahrzehnte sicher voraussagen können. Weshalb klingen dann langfristige Vorhersagen von Meteorologen über wenige Wochen nicht glaubhaft? An den Modellen liegt es nicht. Sie  lassen sich auch auf längere Zeiträume berechnen. Die Antwort ist einfach: Weil das Wetter jede Vorhersage innerhalb von Tagen für jeden offensichtlich widerlegt. Beim Klima dauert das natürgemäß Jahrzehnte und lässt genug Spielraum, Modelle und Vorhersagen rechtzeitig der Wirklichkeit anzupassen. Und wer erinnert sich dann noch an die Vorhersage von vor zehn Jahren. So errechnete der spätere IPCC-Autor Stephen Schneider als einer der vehementesten Kältewarner 1971 eine globale Abkühlung um dramatische 3,5°C und sah die Gefahr einer menschengemachten Eiszeit am Horizont heraufziehen. Bereits 1979 war er als einer der Hauptalarmisten in das Lager der Mahner vor der globalen Erwärmung gewechselt.

Fritz Vahrenholt, ehemaliger Umweltsenator der SPD in Hamburg, und Sebastian Lüning haben mit Hilfe unabhängiger Wissenschaftler die Fakten zusammengetragen und deckt in seinem Buch “Die kalte Sonne” unglaubliche Vereinfachungen des IPCC auf, bis hin zu statistischen Kunstgriffen karrierehungriger Wissenschaftler, die an Manipulation und Betrug grenzen. Sein Buch ist nicht die erste kritische Analyse zu den Positionen des Weltklimarates. Aber es ist vielleicht das erste Werk mit Breitenwirkung. Und so wurde er schon vielfach um Übersetzungen in andere Sprachen gebeten. Vahrenholt’s eher vorsichtiges Resumee nach einer detailreichen Beweisführung:

  • Ja, das Klima ändert sich, und wir befinden uns derzeit in einer abklingenden Phase der Erwärmung. Seit 2001 weist vieles daraufhin, dass es in den nächsten Jahrzehnten eher zu einer längerfristigen Abkühlung kommen wird.
  • Ja, auch wir Menschen beeinflussen das Klima und haben einen Anteil daran. Der menschengemachte CO2 Ausstoß wird möglicherweise eine kommende Abkühlungsphase abmildern oder sogar auffangen.
  • Nein, unser Kohlendioxid-Ausstoß hat weit weniger Einfluss als bisher vom IPCC propagiert. Der Einfluss der Sonne und anderer klimatischen Zyklen wurde bislang fast vollständig ausgeblendet oder bewusst kleingerechnet.
  • Nein, der Anstieg der Temperaturen ist nicht einzigartig in der Erdgeschichte.
  • Ja, wir müssen unseren Ressourcenverbrauch einschränken, aber nicht vor allem aus Gründen des Klimaschutzes innerhalb weniger Jahre, sondern aus Gründen des nachhaltigen Umgangs mit Rohstoffen, die irgendwann zu Neige gehen.
  • und Ja, die Richtung stimmt. Aber die Frage ist, wie lange wir Zeit haben für einen vernünftigen Anpassungsprozess, der  Menschen nicht die Existenzgrundlage nimmt.

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