Die Dichtheitsprüfung für Kanäle kommt! Na und? 10 wichtige Tipps für Hausbesitzer in Wasserschutzgebieten

"Unsere Stadt/Gemeinde hat Sie kürzlich (pflichtgemäß) über die Gesetzeslage informiert, wonach in Wasserschutzgebieten (WSG) alle privaten Abwasserkanäle auf so genannte ,Funktionsfähigkeit‘ zu prüfen sind. Zunächst sind bis Ende  2015 ältere Gebäude u. Gewerbeimmobilien dran; neuere Häuser haben noch etwas länger Zeit (bis 2020)."

Was ist zu tun?

Wie soll ich mich verhalten?


Tipp 1: „Abwarten und Tee trinken!“ - das heißt, erst mal rein gar nichts machen!
Vor allen Dingen soll man folgende 2 Dinge nicht tun:

Tipp 2: Keinesfalls im vorauseilenden Gehorsam sofort zum nächstbesten Prüfbetrieb laufen und vielleicht sogar schon einen Auftrag erteilen.

Tipp 3: Erst recht nicht von den bereits umherziehenden „Kanalhaien“ an der Haustür auch nur irgendeine Dienstleistung aufschwatzen lassen.

Tipp 4: Falls irgendjemand (Behörden o. auch interessierte Firmen) versuchen sollte, Druck auszuüben, immer erst einmal auf die noch völlig unklare Rechtslage hinweisen und die anstehenden Musterprozesse (sicher bis hin zur Prüfung der Verfassungsmäßigkeit dieser unsinnigen, völlig überzogenen Maßnahmen). Auch Überprüfungen von WSG-Grenzen stehen örtlich häufig noch an  - all dieses will man natürlich erst noch abwarten. Ist doch verständlich?!

Tipp 5: Wenn‘s dann wirklich irgendwann unausweichlich werden sollte, so eine Prüfung durchzuführen, ist es empfehlenswert, sich mit betroffenen Nachbarn zusammenzutun. Im möglichst großen und starken Verbund hat man mehr Verhandlungsmacht gegenüber den Prüffirmen, kann die Leistungen z.B. konkret ausschreiben. Das heißt am Ende, auch Geld zu sparen.

Tipp 6: Mit aller Macht zu verhindern suchen, dass die anbietende Prüffirma vor einer Kamerabefahrung des Kanals auch noch eine Hochdruckreinigung vornimmt. Der dabei entstehende, enorme Druck machen das Rohr häufig erst zum Sanierungsfall!

Tipp 7: Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, vom Anbieter eine Erklärung unterschreiben lassen, dass er für Folgeschäden haftet, falls er auf dieser Reinigung besteht.

Tipp 8: Zur Kontrolle u. Beweissicherung evtl. Schäden eine drucklose Durchflussprüfung vereinbaren bzw. selbst durchführen. Wie‘s geht, kann man bei den nachfolgend genannten Kontakten bzw. im Portal erfahren. Ein Vergleich „Vorher-Nachher“ (zur Hochdruckreinigung) kann zur Beweissicherung dienen, ob durch Hochdruck Schäden entstanden sind.

Tipp 9: Wichtige und hilfreiche Informationen zum Thema, Kontakte und vieles mehr  finden Sie im Internet im Portal der NRW-Bürgerinitiativen gegen die „Dichtheitsprüfung“ unter der URL: http://alles-dicht-in-nrw.de/

Tipp 10: ortsbezogene Beratung für Musterstadt & ggfs. Hilfestellung erhalten Sie unter folgender E-Mailadresse: zzzzzz  @ t-online.de
In dringenden Fällen können Sie sich auch an unser ,Sorgentelefon DHP‘ wenden: 01xx-vvvvv, direkter Anschluss des Verfassers dieses kleinen „Erste-Hilfe-Ratgebers zur Dichtheitsprüfung“ -
Fritz Mustermann, Netzwerkaktivist im Netzwerk der NRW-Bürgerinitiativen gegen die DHP

...........und noch was: Dieses Infoblatt kopieren und an betroffene Nachbarn im WSG weitergeben! Nur in großer Zahl sind wir so richtig stark!

Infoblatt im MS Doc Format