Agent SARS-CoV-2 - mit der Lizenz zu töten!?

(DRUCKEN)

Anfangs war wohl Vorsicht geboten angesichts eines unbekannten Virus. Längst wäre es aber jetzt an der Zeit, alle Maßnahmen zu beenden, auch wenn unsere Politik dann in Erklärungsnot kommt. Immerhin lässt sich im viel gescholtenen Schweden längst keine Übersterblichkeit mehr beobachten, anders als in Belgien oder Spanien, wo die harten Lockdown-Verfügungen keineswegs bessere Resultate erbracht haben. Für den 30. Oktober meldeten die USA beispielsweise 91.000 Neuinfektionen, die EU dagegen mit 234.647 mehr als doppelt so viele1. Was also bringen Lockdown und andere Zwangsmaßnahmen, außer den wirtschaftlichen Totalschaden? Die Fakten sind frei zugänglich und mit etwas Aufwand von jedem in veröffentlichten Quellen zu recherchieren.

 

 
Abbildung 1: Quelle: EuroMOMO Graphs an maps (Stand 03.05.2021)

Wer die Berichterstattung in den Massenmedien verfolgt, wird sich verwundert die Augen reiben. Aber den Anschein zu erwecken, Covid19 sei in Europa die häufigste Todesursache, ist willkürliche Panikmache. Von etwa 5,2 Mio. Todesfällen in Europa Jahr für Jahr sind statistisch etwa 36%, also 1,8 Mio., durch Herz-Kreislauferkrankungen verursacht. Dagegen stehen nicht einmal 400 Tausend Tote, die mit oder an Corona verstorben sind, von denen wiederum laut US-Studie nur bei einer Minderheit von 6%, also rund 24 Tausend, Covid19 als alleinige Ursache festzustellen ist. Das sind die Fakten, die so überhaupt nicht zu der verbreiteten Panik passen.

Während die Zahl der Infizierten stark mit derjenigen der durchgeführten Tests schwankt, ist die statistisch erfasste Gesamtsterblichkeit eine recht verlässliche Basis. Vergleicht man den Verlauf in den einzelnen Ländern, so endet die Frühjahrskurve der signifikanten Übersterblichkeit – sofern überhaupt vorhanden – spätestens Ende Mai diesen Jahres, unabhängig von den ergriffenen Maßnahmen. Der Verlauf in Schweden unterscheidet sich in der zeitlichen Abfolge nicht wesentlich von dem in Spanien, Italien, England, oder Belgien, nur die Höhe der Kurven ist verschieden. Im Gegenteil scheint in Schweden mit der ersten Welle alles überstanden, während etwa in Belgien jetzt eine Übersterblichkeit wieder moderat hervortritt. Was bringen also die Maßnahmen, die die Wirtschaft ruiniert, aber ansonsten offenbar keinen adäquaten Nutzen haben? Und wer erinnert sich heute noch an die Schlagzeilen aus den Monaten Februar und März, als es überwiegend hieß, die Ausbreitung ließe sich nicht stoppen, sondern nur verzögern, um eine Überlastung der Notfallkapazitäten zu verhindern. Soweit konnte ich damals noch folgen.

Die offizielle Sterberate von zuletzt 3,1% laut RKI hat nicht viel mit der echten Sterblichkeit zu tun, da darin nur die positiv Getesteten einfließen. Um die echte Letalität zu ermitteln, ist eine verlässliche Schätzung der Dunkelziffer notwendig. Das RKI ging im Mai noch von einem Faktor 6 aus, also auf jeden positiv Getesteten kommen danach 5 unerkannt Infizierte. Inzwischen liegen Schätzungen nach vom RKI zitierten chinesischen Studien deutlich höher bei 1:112 und sogar bis zu 1:203. Daraus lässt sich eine echte Sterblichkeit unter allen Infizierten von 0.28% bis 0,16% herleiten, eine Größenordnung, die sich mit 0,20% konkret für Deutschland auch in einer Veröffentlichung im Bulletin der WHO vom 14. Oktober nachlesen lässt4. Belastbare Zahlen liefern Fälle, in denen eine Population vollständig – also dunkelzifferfrei – getestet wurde. In Ischgl wurde die Sterblichkeit mit 0,26%5 ermittelt, was in der Größenordnung zu der Heinsberg-Studie6 mit 0,37% passt. Beim Fleischproduzenten Tönnies wurden unter allen Mitarbeitern 1500 positiv getestet ohne einen einzigen Coronatoten7. Das passt gerade noch zu einer Sterblichkeit von 0,1%8 innerhalb dieser Gruppe, noch besser zu einer angenommenen Rate von 0,05%9 . Völlig aus diesem Rahmen heraus fällt die Region um Bergamo in Italien mit einer dramatischen Übersterblichkeit im Frühjahr. Die wirklichen Ursachen für diese Sonderentwicklung bleiben allerdings unklar.

Alle diese Studien sind nicht repräsentativ und können daher nur Anhaltspunkte liefern. Die Annahme von 0,2% für die echte Letalität bezogen auf alle Infizierte erscheint in diesem Lichte als plausibel. Die natürliche Sterblichkeit liegt in Deutschland Jahr für Jahr bei knapp 1,15%, die sich insgesamt unter Berücksichtigung anderer Faktoren auf vielleicht 1,22% Gesamtsterblichkeit erhöhen könnte. Derzeit ist in den deutschen Zahlen nicht einmal dieser moderate Anstieg zu sehen. Im Gegenteil liegt die Anzahl der Toten sogar noch unter der vergleichbarer Jahre10. Dass bei einer ohnehin kaum zu verhindernden Durchseuchung mehr Menschen sterben, liegt an der erwartbaren weitaus größeren Verbreitung des Virus schon aufgrund der hohen Zahl an asymptomatischen Verläufen. Bei einer Grippe liegt man halt am zweiten Tag im Bett und steckt niemanden mehr an. Bei einer Covid19-Erkrankung laufen die Allermeisten noch Tage und Wochen ohne Symptome durch die Gegend.

Lässt sich damit der erzwungene vollständige Kollaps der Wirtschaft rechtfertigen? Ich fürchte, dass erst die Kollateralschäden der Maßnahmen die wirkliche Sterblichkeit nach oben katapultieren. Im Mai berichteten Hilfsorganisationen hohe Zahlen an Toten in Entwicklungs- und Schwellenländern, verursacht durch die wirtschaftlichen Auswirkungen unserer Maßnahmen gegen das Virus. Alleine in Subsahara-Afrika werde es danach 6,3 Millionen zusätzliche Tuberkulosefälle und zusätzliche 1,4 Millionen Tote geben11. "Unseren Analysen zufolge könnten drei Monate lang an jedem einzelnen Tag 300.000 Menschen verhungern"12 warnte der Leiter des Welternährungsprogramms (WFP) im Mai. Weltweit nehmen wir also viele Millionen Tote in Kauf, nur um wenige Leben hier vielleicht zu retten oder etwas zu verlängern. Ist das noch fair? Wiegt ein einzelnes Leben hier jeweils tausende Leben dort auf? Leider finden sich solche Zahlen in keiner breiten öffentlichen Diskussion wieder.

Ich will an dieser Stelle diverse Meldungen in den Medien in den Kontext stellen. Fakt ist, dass in Deutschland in jedem normalen Jahr im Durchschnitt etwa 2.600 Menschen jeden Tag sterben, also in jeder Minute fast zwei Menschen. In den USA sind das um die 9.000 Tote Tag für Tag, oder mehr als 6 Sterbefälle in jeder Minute. Nachrichten, wie „Wieder hunderte Coronatote an einem Tag“ oder „In den USA stirbt jede Minute ein Mensch an Corona“ erschrecken viele Menschen, dienen aber nur der Panikmache. Genau dieses Vorgehen wurde in einem internen Papier des Innenministeriums vom 28. April schon empfohlen13,14.

Auch die ständigen Meldungen zu Neuinfektionen sind ohne Substanz. Wenn man 100.000 tatsächlich kerngesunde Bürger mit dem gängigen PCR-Verfahren testet, wird man aufgrund der Fehlerrate im Durchschnitt bis zu 1.000 Neuinfektionen feststellen, die gar nicht existieren. (Stand 14.12.2020 auf www.alles-dicht-in.de )

4Publication: Bulletin of the World Health Organization; Type: Research Article ID: BLT.20.265892 https://www.who.int/bulletin/online_first/BLT.20.265892.pdf

6Ergebnisse der „Heinsberg-Studie“ veröffentlicht https://www.uni-bonn.de/neues/111-2020

8Bei 0,1% angenommener Letalität liegt die Wahrscheinlichkeit dafür, unter 1500 Infizierten keinen Toten zu finden, bei 0,999 hoch 1500 = 22%, also nicht wahrscheinlich, aber durchaus möglich.

9Bei 0,05% angenommener Letalität liegt die Wahrscheinlichkeit dafür, unter 1500 Infizierten keinen Toten zu finden, bei 0,9995 hoch 1500 = 47%, also durchaus realistisch.

10EuroMOMO - Graphs and maps https://www.euromomo.eu/graphs-and-maps Stand August 2020