Unübersichtliche Faktenlage zu Covid19? Eigentlich nicht!

Laut Daten des RKI, grafisch aufbereitet bei https://euromomo.eu/ , verzeichnete Deutschland nur im Dezember 2020 bis in den Januar eine signifikant erhöhte Sterberate. Diese erste und bislang einzige nennenswerte Welle endete im Januar 2021 und erreichte in der Spitze mit einem z-Wert von 12,91 eine Übersterblichkeit deutlich unterhalb derjenigen der Grippewelle von Anfang 2018 mit einer Spitze von 16,71 , und leicht oberhalb der Rate der Hitzetoten vom Sommer 2018.

 

 

Die Intensivstationen waren währenddessen laut Studie der Ludwig Maximilian Universität vom Mai diesen Jahres zu keiner Zeit in keinem Bundesland an der Belastungsgrenze. Sie zeigt auch, dass entgegen dem öffentlich erweckten Eindruck nur ein geringer Teil von Covid19-Patienten belegt war. Zudem kann die Studie keinen statistisch signifikanten Zusammenhang bestätigen zwischen dem Verlauf der Infektionszahlen und den getroffenen Gegenmaßnahmen. Damit bestätigen die Wissenschaftler frühere Studien aus den USA und Dänemark, die einen Nutzen ebenfalls nicht nachweisen konnten und sogar den Verdacht nahelegen, dass diese einen gegenteiligen Effekt gehabt haben könnten. Aufgrund der großen Stichproben besitzen die referenzierten Studien eine hohe statistische Relevanz, im Gegensatz zu diversen publizierten Erhebungen, die das Gegenteil "beweisen" sollen.

Im Übrigen sei hier noch einmal auf ein fundamentales Missverständnis in der Öffentlichkeit hingewiesen: Einen statistischen Beweis für einen ursächlichen Zusammenhang kann es nicht geben. So korreliert etwa die Entwicklung der Storchenpopulation in Niedersachsen zwischen 1971 und 1995 in extrem hohem Maße mit der dortigen Geburtenentwicklung, oder siehe auch hier. Statistik kann immer nur einen Hinweis liefern für weitere wissenschaftliche Untersuchungen. 

Der Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts vom 07.05.2021 zu "Verdachtsfälle von Nebenwirkungen und Impfkomplikationen nach Impfung zum Schutz vor COVID-19" verzeichnet bis Ende April 2021 bereits 524 (0,0018%) Impftote (Personen, die in engem zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung verstorben sind). Damit stirbt etwa einer von 55.555 Geimpften kurze Zeit später. Die letale Chance ist damit etwa so hoch, wie 6 mal hintereinandereine 6 zu würfeln. Die häufigsten schweren Komplikationen (die 4.916 von 49.961 gemeldeten dürften nur die Spitze des Eisbergs darstellen), bei allen Impfstoffen sind (Hirnvenen-)Thrombosen, anaphylaktische Schocks und Herzmuskelentzündungen.

Update: Per Ende Mai waren es bereits 873 Todesfälle (Alter zwischen 24 und 102 Jahren) bei einer weiter erhöhten Quote von 0,0024% aller Geimpften, d.h. schon jeder 41.000te ist kurz nach der Impfung verstorben. Innerhalb nur eines Monats sind damit 349 Todesfälle hinzugekommen bei gleichzeitig sinkendem Durchschnittsalter auf jetzt 81 Jahre.

Laut Veröffentlichung von Prof. Ioannidis im Bulleting der WHO vom Oktober 2020 liegt die Sterberate von COVID-19 mit 0,2% für Deutschland im Bereich einer starken Grippe. Eine solche Größenordnung passt sehr gut zu den wenigen bekannten, vollständig getesteten Personengruppen, wie im vorangegangenen Artikel belegt. Dass in manchen Ländern die absolute Übersterblichkeit über der einer starken Grippewelle liegt, ist leicht zu erklären. Mit einer Virusgrippe infizieren sich üblicherweise etwa 5% der Bevölkerung, mit Covid-19 wegen der vielen asymptomatischen Fälle eine vielfach höhere Zahl.

Besonders nachdenklich sollte machen, dass die ARD eine Talkrunde mit renommierten kritischen Wissenschaftlern abgelehnt hat, die eine Petition mit mehr als 63.000 Unterschriften forderte. Stattdessen werden regelmäßig möglichst skurrile Spinner zu solchen Veranstaltungen eingeladen, um die dann genüsslich argumentativ auseinandernehmen zu lassen und vorzuführen als angeblich typische Vertreter der Querdenker-Szene. Ähnlich läuft es übrigens bei öffentlich-rechtlichen Klimadebatten.

Und was sollte man tun? Relevant für gravierende Grundrechtseinschränkungen dürfen ausschließlich die Auslastung des Gesundheitssystems und die allgemeinen Sterberaten sein. Ohne PCR-Tests gäbe es keine Pandemie und hätten wir einen solchen Test schon bei den Grippewellen 2017 und 2018 gehabt, wäre wohl damals schon eine Pandemie ausgerufen worden.

Was der Ingenieur schon immer wusste: Wer viel misst, misst viel Mist.

Und hier noch eine Dokumentation zum Umgang mit Corona in Florida https://www.youmaker.com/video/c9a4851e-ef0d-47b1-bd6d-9f4c205dea2e