IgnoriertCoverx

Fortsetzung jeden Freitag ...

Bezugsquellen: BoD, Amazon, Thalia, Mayersche, u.v.a.m.

Inhalt

Prolog ... I
Eine fast wahre Geschichte ... III
Die wahre Geschichte ... 1
Davon steht nichts in der Bibel. ... 1
Hoppla – das könnte wichtig sein! ... 3
Wichtige Mitteilung ... 3
Ein hoffnungsloses Unterfangen ... 19
Die Sache nimmt Fahrt auf. ... 27
Bunkermentalität ... 27
Zukunft NRW ... 35
Läuterung der FDP ... 49
Dichtheitsprüfung Nein Danke! ... 63
Wut, Ärger, Nerven ... 76
Demo in Münster ... 89
Fast am Ziel – Kurswechsel der CDU ... 100
Die Verbände laufen Sturm. ... 117
Entspannung Nein Danke! ... 117
Ziel in greifbarer Nähe ... 132
Dumm gelaufen ... 144
Alles zurück auf LOS ... 158
Opposition solidarisch ... 172
Die Wahllüge ... 184
Kraft sagt Basta! ... 198
Erfolg oder Misserfolg? ... 210
Der §61A ist Geschichte. ... 229
Kriegsmüde? ... 229
Dichtheitsprüfung adieu – für die Meisten ... 262
Kommt Zeit, kommt Rat, kommt Landtagswahl. ... 269
Relative Ruhe ... 269
Eine unendliche Geschichte ... 291
Ende gut ... 305
Letzter Akt ... 307
Epilog ... 309
Quellen

Kraft sagt Basta!

Hat Frau Kraft denn nun ein Umdenken erzwungen oder war alles nur ein Missverständnis, eine von der Presse aus dem Zusammenhang herausgerissene Aussage? Es wäre nicht das erste Mal. Schließlich ist unseren Leuten so etwas nicht nur einmal passiert. Noch am 12. Oktober erreicht mich eine weitere Presseinformation der CDU, die nur wenig von einem Kurswechsel der Regierung erahnen lässt. Es folgt eine Kampagne, die ebenso wie unsere Postkartenaktion auf den Wortbruch der Ministerpräsidentin abhebt:

Die Wahllüge

Viele Mitstreiter erinnern sich an die Aussagen der Ministerpräsidentin im Wahlkampf. So mancher hat sogar live einen ihrer Auftritte vor Ort erlebt. Was jetzt im politischen Entscheidungsprozess abläuft, soweit wir das aus der Presse und dem einen oder anderen Insider-Bericht entnehmen können, hat mit den damals geschürten Erwartungen nichts mehr zu tun. Einige unserer Aktivisten greifen diese offensichtliche Diskrepanz auf und wenden sich nun direkt an Hannelore Kraft, erinnern sie an ihr Versprechen, wie etwa in folgender Mail:

Alles zurück auf LOS

Die Wahl am 13. Mai bestätigt im Wesentlichen die Prognosen und führt zu dem befürchteten Worst-Case-Szenario. Die GRÜNEN bei leichten Verlusten mit den erstarkten Roten am Nasenring im Schlepptau. Schlimmer hätte es für unsere Interessen nicht kommen können. Remmel kann vor Kraft kaum laufen und wird jetzt wohl sogar seinen eigenen Gesetzentwurf wieder kassieren. Kompromisse mit der Opposition sind jetzt schließlich nicht mehr erforderlich.

Über die Folgen bin ich mir nicht klar, schwanke zwischen Resignation und der Zuversicht, dass einige Erleichterungen Bestand haben werden. Aber wie denken die übrigen Mitstreiter? Viele sind sicher müde nach den Belastungen des Wahlkampfs. Bricht jetzt der Widerstand zusammen? Entmutigt der Ausgang der Wahl nun auch den letzten Optimisten? Enttäuschung und Wut sind mit den düsteren Aussichten sicher noch gewachsen und so etwas hat immer Konsequenzen. Die Frage ist nur, ob die sich weiterhin öffentlich entladen, oder sich zusammen mit all dem anderen Frust im Privaten aufstauen und irgendwann an ganz anderer Stelle hervorbrechen. Ich schreibe noch am selben Abend in die große Runde:

Opposition solidarisch

Ohne die Unterstützung der Oppositionsparteien würden unsere Argumente wohl keinen Eingang mehr in irgendeine Debatte finden. Ich bin sicher, dass die Regierungsfraktionen alles daran setzen, die Störenfriede auszugrenzen und totzuschweigen. Es ist ja auch so viel angenehmer, mit etablierten Verbänden zu sprechen. Schließlich sind die unabhängig von ihrer Ausrichtung über die Jahre handzahm eingehegt worden. Die argumentieren vorhersehbar, leise, sachlich, unaufgeregt. Devotes Verhalten wird regelmäßig durch kleine Zugeständnisse belohnt. Vertreter der Bürgerinitiativen stören da nur in der Kuschelecke. Die sind durchaus einmal laut, manchmal emotional unsachlich, wollen nicht verstehen, dass die Politik schließlich zum Wohle der Menschen gemacht wird und lassen sich nicht einmal erklären, dass die teuren Maßnahmen schließlich ihre und die Zukunft ihrer Kinder und Enkel sichern werden. Wie soll man auch einem Betroffenen vermitteln, dass seine wirtschaftliche Existenzvernichtung als Kollateralschaden hinzunehmen ist? Ich verstehe das. Es ist einfach unangenehm. Wenn man einen Tümpel trocken legen will, darf man schließlich nicht die Frösche fragen. Und sowieso gehören Amphibien nicht in eine elitäre politische Runde. Die verstehen das einfach nicht.

Dumm gelaufen

Am 14. März zerstören FDP und DIE LINKE all unsere Hoffnungen auf ein schnelles Ende. Eher versehentlich lösen sie mit ihrem Abstimmungsverhalten eine Neuwahl in NRW aus. Zwar hatten alle Oppositionsfraktionen angekündigt, die Einzelpläne in der zweiten Lesung des Haushaltsentwurfs abzulehnen. FDP und LINKE hatten aber geglaubt, dass bis zur dritten Lesung Zeit für eine endgültige Entscheidung wäre – war aber nicht so. Der Landtag löst sich nun auf und alles ist wieder offen. „[…] Jetzt hat der Wähler das Wort. Sein Votum entscheidet auch über die Änderung des § 61 a Landeswassergesetz, also über die künftige Regelung zur Dichtheitsprüfung.“ schreibt etwa die Wirtschaftsgemeinschaft Hünxe wertungsfrei.