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Es war einmal ...

… eine Zeit, in der Umweltpolitik für die Menschen gemacht wurde. Ich erinnere mich noch gut daran: Als Kind Ende der 50er und Anfang der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts haben wir noch im nahegelegenen Fluss gebadet, bis plötzlich da Schilder standen, die vor gesundheitlichen Gefahren warnten. Die Klärgrube hinter dem Toilettenhäuschen auf unserem Hof stank im Sommer fürchterlich. Gifte aus Holzschutzmitteln, Chemie auf den Feldern und in der Kleidung führten in der Tat zu gesundheitlichen Problemen. Blumenwiesen, Feuchtbiotope, bunte Feldränder verschwanden fast vollständig und hinterließen verarmte Landschaften. Feldhasen, Rebhühner, und Lerchen habe ich über Jahrzehnte vermisst. Greenpeace und andere Umweltaktivisten spielten in der Tat eine herausragende Rolle in der Veränderung unser aller Umweltbewusstsein. Und sie waren außerordentlich erfolgreich, gegen eine breite Öffentlichkeit, die damals wie heute blind einer von Politik und Presse verbreiteten Leitmeinung folgte. Menschen im Allgemeinen und Deutsche im Besonderen sind eben Herdentiere. Wir haben die positiven Veränderungen gespürt und auch die einfachen Bürger hatten schließlich klar den Nutzen vor Augen. Das war Politik gegen damals übermächtige Interessen einer Industrie, die nach dem Kriege schnell für Wohlstand gesorgt hatte und vor Kraft kaum gehen konnte.

Seither ist viel geschehen. Deutschland ist weltweit Spitze in allen Umweltbelangen. Die Feldhasen sind zurück, genauso die bunten Feldränder. Es gibt Umweltschutzgebiete, Naturreservate, Nationalparks, geschützte Biotope wohin man sieht. Umweltschutz im Kleinen ist längst bei den Bürgern angekommen und bedarf keiner besonderen Politik mehr.

So könnte es bleiben, wären da nicht immer noch die inzwischen professionellen Umweltschützer, die um ihre üppig sprudelnde Einkommensquelle fürchten. Umweltpolitik hat sich längst verselbständigt, dient nur noch sich selbst, nährt eine Subventionsmaschinerie von beängstigenden Ausmaßen. Es geht nicht mehr um bürgernahe ökologische Verbesserungen, die eine breite Bevölkerung in ihrem täglichen Leben spürt und begrüßt, oder um die Beseitigung unmittelbar einsehbarer Gefährdungen. Es geht nur noch darum, diese Maschinerie am Leben zu erhalten, sie gedeihen zu lassen, koste es, was es wolle. Gefährdungen sind heute abstrakt, werden spitzfindig konstruiert, sind durch kaum jemanden mehr direkt einsehbar und kaum überprüfbar: „Wenn du jetzt deinen Teller nicht leer isst, dann gibt es morgen ein Unwetter“.

Der Vorgang ist immer der gleiche: Interessierte Kreise konstruieren anhand zweifelhafter Studien alle zehn Jahre eine neue Hölle, in die wir alle zwangsläufig gelangen, wenn wir nicht radikal gegensteuern und Abbitte für unser Fehlverhalten leisten. Kaum einer erinnert sich noch an die düsteren Prophezeiungen eines Club of Rome in den 70er Jahren. Zehn Jahre später tönte es „Erst stirbt der Wald, dann stirbt der Mensch“. Die derzeitige Hölle  heißt „Klimakatastrophe“und man darf spekulieren, wie die nächste heißen wird: Vielleicht findet sich ja ein Asteroid, der in 50 Jahren angeblich die Erde treffen wird. Ein solches Angstszenario würde vermultich alle Volkswirtschaften in einen “alternativlosen” Rüstungswahnsinn treiben, um mit riesigen Raketen und noch größeren Bomben die Bedrohung noch rechtzeitig auszuschalten zu können.

Eine solche Hölle funktioniert wie schon im Mittelalter: Angst ist seit Jahrtausenden eines der effektivsten Mittel zur Lenkung ganzer Völker. Totschlagsargumente bedürfen keiner Erklärung: „Wenn du nicht tust, was ich sage, und böse bist, kommst du in die Hölle.“ Nur hat der Begriff heute eine Verfallzeit, nach der er regelmäßig neu zu bestimmen ist. Da hatten es die Kirchen früher besser. Vom Bauern bis zum Fürsten tanzten alle jahrhundertelang nach der selben Pfeife. Und die Inquisition terrorisierte alle Schichten, vor allem in Deutschland. Darin waren wir schon immer gut. Heute heißt die Inquisition in Deutschland „Umweltrecht“. Und genau wie im Mittelalter wird gegen potentielle Umweltsünder gerne auf die Umkehr von Beweislasten gesetzt. Sobald der Bürger eines Umweltvergehens beschuldigt wird, muss nicht der Kläger seinen Vorwurf untermauern, sondern der Beschuldigte muss beweisen, dass er nicht mit dem Teufel im Bunde war, ist und jemals sein wird. Kann er es nicht, macht er sich strafbar. Soweit sind wir heute schon und es wird noch schlimmer kommen, wenn dieser Geist nicht gestoppt wird.

Geschieht das nicht, sind der Phantasie von Politik und Lobbyismus kaum Grenzen gesetzt. Schon jetzt ist das Leben für Viele nicht mehr bezahlbar. Die Energiepreise betragen in Deutschland jetzt schon ein Vielfaches des international Üblichen. Jede neue Auflage verteuert letztlich das Wohnen. Auch Kommunen können Auflagen und Standards schon lange nicht mehr aus eigener Kraft erfüllen und belasten Kosten an Bürger, wo immer das möglich scheint.

Hier ein kleiner Ausschnitt aus dem bereits ernsthaft diskutierten Spektrum:

... und das alles aus einer jeweils fragwürdig konstruierten Faktenlage heraus. Mit genügend Geld lässt sich leider jedes gewünschte “wissenschaftliche” Gutachten finanzieren. [Kommentare erwünscht]

Forderungen:

  • Abbau aller Standards, die sich nicht bewährt haben, nicht durchsetzbar sind, oder die kein vernünftiges Kosten-Nutzenverhältnis aufweisen
  • Stopp aller teuren Umweltprojekte, die sich nur die besserverdienende Wählerschaft der GRÜNEN noch leisten kann.
  • Drastischer Abbau von Auflagen für den Wohnungsbau, wo immer das vertretbar ist.
  • Notbremse für die Energiewende: Wir haben für den Umbau viel mehr Zeit, als die Politik uns glauben macht. Vieles werden steigende Preise für knapper werdende Ressourcen von selbst voranbringen ohne existenzgefährdende Selbstmordprogramme.

 

Grün muss man sich leisten können

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